Heißt es weiterhin „volle Fahrt voraus“, Bargeld wird niemand vermissen? Oder bringt es uns zum Nachdenken, die als fortschrittlich bezeichneten Schweden kehren um? Muss man denn alles nachahmen, nur um nicht als rückständig zu gelten? Wie auch immer, solange beide Bezahlarten nebeneinander akzeptiert werden, könnte man damit leben, jeder darf selber entscheiden. Die jüngere Generation, die bargeldloses Zahlen per Smartphone oder Smart watch cool findet- warum nicht. Muss man nicht bei fortschreitender Digitalisierung abwägen und Gefahren und Risiken betrachten?
Volle Fahrt in’s Ungewisse? Das Risiko trägt der Verbraucher? Es ist festzustellen, dass sich nicht gerade eine Minderheit einfach abgehängt fühlt!
Pro Bargeldabschaffung
- Effizienz/Geschwindigkeit- kein Wechselgeld
- Kosten-Bargeld kostet, Transport, Sicherheit, Automaten
- Kriminalität– weniger Raubüberfälle, kein Falschgeld
- Bessere Nachvollziehbarkeit– Finanzströme lassen sich prüfen (Steuern, Geldwäsche, Betrug)
- Bequemlichkeit– Smartphone, Uhr, Karte, kein Bargeld nötig
- Innovationsschub– Neue Finanzdienste, Automatisierung, Apps usw.
Kontra Bargeldabschaffung
- Verlust der Privatspäre – Jede Zahlung hinterlässt Spuren, völlige Transparenz u.a. des Konsumverhaltens
- Abhängigkeit von Technik – Stromausfall, Netzstörung, Server Probleme, kein bezahlen möglich
- Ausschluss bestimmter Gruppen – Ältere Menschen, Menschen ohne Smartphone, ohne Konto, ohne digitale Kompetenz
- Gebühren und Abhängigkeit von Konzernen – Zahlungsanbieter bestimmen Gebühren und Regeln
- Überwachungspozenzial – Bewegungsprofile, Konsumprofile, soziale Bewertung (social scoring)
- Wirtschaftliche Verwundbarkeit – Cyberangriffe, hacking, Betrügereien, Systemfehler, großflächige Ausfälle legen den Handel lahm
Im Morgenmagazin MOMA der ARD wird die Gesetzesänderung in Schweden thematisiert.

Wie heißt es so treffend- „nur Bares ist Wahres“!
Was führen Staaten im Schilde, wenn Bargeld abgeschafft werden soll? Der Druck kommt offenbar von Seiten der EU, aus Brüssel. Es stellt sich die interessante Frage, wenn es letztendlich kein Bargeld mehr gibt, kann dann die Schuldenorgie in’s Unermessliche gehen? Es existieren ja nur Zahlen im Cyberspace und keine Summen in Form von Banknoten bzw. Edelmetallen.
China wurde lange Zeit quasi als Negativbeispiel eines Überwachungsstaates gesehen. 5G erlaubt die Totalüberwachung und „social scoring“ als Zuchtmeister hält die Bürger bei der Stange, damit sie nicht auf Gedanken kommen, die Big Brother nicht gefallen. Bewegen wir uns nicht gleichermaßen in diese Richtung? Haben die Staatenlenker George Orwell 1984 als Blaupause verinnerlicht und finden gar gefallen daran?
Rückblickend muss man konstatieren: Regierungen verhalten sich zunehmend gegen den Bürgerwillen.
Conrad Adenauer soll gesagt haben (sinngemäß): Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern, nichts hindert mich, weiser zu werden. Das könnte man mit einem Schmunzeln hinnehmen. Heutzutage werden Dinge von Seiten der amtierenden Politiker rausposaunt, die eine Halbwertszeit von wenigen Stunden haben. Man macht sich nicht einmal die Mühe, die 180° Wende zu begründen. Wenn überhaupt heißt es, man muss es dem Bürger nur richtig erklären. Ein Schelm, wer Böses dahinter vermutet!
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