Deutschland befindet sich mitten in einem energiepolitischen Experiment, dessen Folgen immer deutlicher sichtbar werden. Unter dem Banner der „klimaneutralen Zukunft“ wird eine Stromversorgung demontiert, die über Jahrzehnte zuverlässig, grundlastfähig und international anerkannt war. Doch statt ein funktionierendes System erst dann abzulösen, wenn ein gleichwertiger Ersatz bereitsteht, wird der umgekehrte Weg beschritten: Abschalten zuerst, Alternativen später – oder gar nicht.
Der Rückbau funktionierender Energiequellen
Konventionelle Kraftwerke auf Basis von Gas, Öl und Kohle sollen verschwinden, obwohl sie die Grundlast zuverlässig decken. Besonders drastisch war die Abschaltung der letzten Kernkraftwerke: Anlagen, die kein CO₂ ausstoßen, hochverfügbar sind und jahrzehntelang stabile Energie geliefert haben. Statt sie als Brückentechnologie zu nutzen, wurden sie ideologisch motiviert stillgelegt – und teilweise sogar gesprengt. Ein technologischer Rückschritt, der weltweit Kopfschütteln auslöst.
Windräder und PV – Ausbau ohne Plan, ohne Speicher, ohne Rückbaukonzept
Als Ersatz werden Windkraftanlagen und Photovoltaikfelder in großem Stil errichtet. Die Folgen sind sichtbar:
- Landschaftsverschandelung,
- Agrarflächen werden zweckentfremdet
- tonnenschwere Betonfundamente der Windräder, die dauerhaft im Boden bleiben,
- ein Flickenteppich aus Anlagen, die nur dann Strom liefern, wenn Wind und Sonne mitspielen.
Doch genau das tun sie nicht zuverlässig. Die berüchtigte Dunkelflaute zeigt jedes Jahr aufs Neue, wie abhängig diese Technologien von Wetter und Tageszeit sind. Ohne Speicher, ohne Backup, ohne Netzstabilität.
Grundlastfähigkeit – das ungelöste Kernproblem
Um die Grundlast zu decken, sollen Gaskraftwerke einspringen. Doch diese sind weder klimaneutral noch in ausreichender Zahl vorhanden. Nach dem Wegfall von Nord Stream ist Deutschland auf teures LNG angewiesen, das per Schiff aus Übersee kommt. Prognosen warnen bereits vor möglichen Abschaltungen der Stromversorgung – ein Szenario, das in einem Hochtechnologieland eigentlich undenkbar sein sollte. Sog. Balkonkraftwerke, die teilweise sogar gefördert werden aber nur sporadisch elektrische Energie liefern, machen den Irrsinn perfekt.
Ein vorausschauender Stratege würde niemals eine funktionierende Stromversorgung abschalten, bevor die Alternative zuverlässig läuft. Doch genau das geschieht.
Ideologie statt Ingenieurskunst?
Die aktuelle Energiepolitik wirkt an vielen Stellen nicht wie ein Irrtum, sondern wie ein bewusst in Kauf genommenes Chaos. Entscheidungen werden nicht nach technischer Vernunft, sondern nach ideologischen Leitlinien getroffen. Das Ergebnis ist eine Stromversorgung, die immer fragiler wird – und ein Land, das sehenden Auges in eine selbst verursachte Krise steuert. Nicht nur offizielle Stellen weisen bereits darauf hin, dass die Wahrscheinlichkeit von Kontingentierung und Abschaltungen sehr wahrscheinlich sind.
Was machen unsere europäischen Nachbarn?
In der Situation ist es hoch interessant zu betrachten, wie Einigkeit in Sachen ökologische Ziele ist.
Es ist eine Tatsache, wenn Deutschland die CO2 Emissionen auf „0“ bekäme, ändert sich weltweit absolut nichts! Die derzeit wütenden Waldbrände sowie Vulkanausbrüche verursachen ein Vielfaches der CO2 Emissionen unseres Landes. Betrachtet man die Emissionen der Hauptverursacher u.a. China, stellt man fest, dass die täglichen Emissionen bei weitem die jährlichen Emissionen Deutschlands übersteigen. Die Sprengung der verbliebenen Kernkraftwerke wurden von ideologiegetrieben Fantasten sogar gefeiert. Unser Nachbar Polen baut neue Kernkraftwerke, die sogar finanziell von der EU gefördert werden.
Wo ist da die Logik? Frankreich denkt sicher nicht an einen Verzicht auf Kernkraft mit „0“ CO2 Emissionen. Hauptsache unser Land wird aus unerklärlichen Gründen, fern von Logik, in den Abgrund gewirtschaftet, von Ideologen, die blind ihrer Intiution folgen. Eine indianische Weisheit besagt, wenn der Gaul tot ist, ist es Zeit abzusteigen!
Deutschland braucht keine Rückkehr in die Steinzeit, sondern eine Rückkehr zur Vernunft: Technologieoffenheit, realistische Planung und ein Energiesystem, das funktioniert, bevor man das alte abschaltet.

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