Immer mehr Bürger zahlen freiwillig einen Klima-Ablass?

Die Westdeutsche Zeitung (26.6.2019) berichtet, dass die Bereitschaft wächst, für C02-Emissionen einen Ausgleich zu leisten. Mehr Spenden für Atmosfair, Myclimate und andere.

Was ist los in unserem Land? Mutieren Deutsche Bürger zu Altruisten? Die C02 Steuer dürfte beschlossene Sache sein und Merkel hat weitere Steuern auf fossile Brennstoffe im Sinn. Der brave Bürger zahlt, koste es was es wolle, er hat bestenfalls die geballte Faust in der Tasche.

Wenn man bedenkt, wie hoch bzw. niedrig der Deutsche Anteil an C02 am weltweiten Aufkommen ist, muss man doch schlucken, bei Kenntnis des Verwendungszweckes der Gelder. Die WZ führt aus: Mit den Spenden werden welt­weit Projekte etwa zum Ener­giesparen oder zur Erzeugung von Ökostrom gefördert. Ziel ist es, woanders auf der Welt diesel­be Menge C02 einzusparen, die zuvor durch die Reise per Flug­zeug oder Kreuzfahrtschiff er­zeugt wurde. Atmosfair betreut derzeit laut Sprecherin Julia Zhu mehr als 20 Projekte. Dabei geht es um effiziente Öfen in Afrika und Indien, Biogasanlagen in Nepal und Thailand sowie um Solar- und Wasserkraft in Äthi­opien und Südamerika.

Bei diesen Spenden geht es nicht etwa um peanuts, Atmosfair, nach ei­genen Angaben Marktführer in Deutschland. 2018 verzeichnete die nicht profitorientierte Agentur Spenden in Höhe von 9,5 Millionen Euro. Das ist nur einer von einer ganzen Reihe der sog. Anbieter. Wenn man “nicht profitorientiert” liest, weiß der informierte Bürger: Aha, die Organisation kostet Geld, die Mitarbeiter leben auch nicht von schönen Worten. Der Leiter der Organisation wird sicher nicht leer ausgehen. Wie heißt es so schön: Von nix kütt nix….

Nun ja, der Bürger ist durch nichts zu erschüttern, unter dem Strich bleibt ihm vom sauer verdienten Geld im Durchschitt von einem Euro nur mickrige 45,7 Cent übrig (Quelle: Focus Money) davon kann man reichlich spenden, um Projekte woanders zu finanzieren und das schlechte Gewissen zu beruhigen!

Sicher gehen auch Gelder in die Länder, wo unsere ausrangierten Diesel Fahrzeuge für nen Appel und ein Ei an glückliche Autofahrer ging. Hier bekommen wir womöglich ein Land der Radfahrer und Fußgänger. Fliegen nur noch für Geschäftsleute, damit der Standort Deutschland für Firmen und Investoren nicht zu unattraktiv wird. Nicht zu vergessen unsere lieben Politiker, die um die Welt jetten (Bürger zahlt), um z.B. eine mit Deutschen Steuern finanzierte KiTa in Bangladesh zu besichtigen.

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