Hat die LINKE die besseren Experten?

Ja da laus mich jetzt doch der sonst wer. Wir sind hier gerade total ĂŒbergerascht! 😀😀😀Diese Antwort hĂ€tte ich maximal Frau Wagenknecht und Herrn  Lafontaine zugetraut, vielleicht noch einer Person der AfD! Heute erhielten wir eine Antwort der LINKEN im Bundestag, die es Wert ist hier gebracht zu werden. Doch auf dieser Seite ist es völlig egal wer was gesagt hat, wichtig ist nur eines: Dass die Dinge absolut korrekt sind, und wenn es der Kaiser von China gesagt hĂ€tte.

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Sehr geehrter Damen und Herren,

Danke fĂŒr Ihre Zuschriften zum Thema Ukrainekrieg und die Diskussion darĂŒber, ob Deutschland schwere Waffen liefern sollte.

Die Debatte um immer mehr und immer schwerere Waffen fĂŒr die Ukraine ist das Gegenteil von Deeskalation. Noch bis vor Kurzem waren Politiker bis hinein ins christsoziale Spektrum stets dagegen, dass Deutschland Waffen in laufende Kriege schickt. Diese Position haben die meisten Parteien aber mittlerweile komplett beerdigt. Stattdessen wird Bundeskanzler Scholz hart dafĂŒr kritisiert, dass er (noch) etwas zurĂŒckhaltender ist als sich das die USA oder die ukrainische Regierung wĂŒnschen (oder eher: einfordern). Scholz’ Bedenken sind nicht von der Hand zu weisen, denn mit immer mehr und schwereren Waffen, wird Deutschland immer klarer Kriegspartei – auch ohne dass deutsche Soldaten in der Ukraine kĂ€mpfen. Die Gefahr einer Eskalation des Krieges besteht. Und Eskalation mit einer Atommacht – wie Russland eine ist – sollte man vermeiden.

Unserer Meinung nach sollte die Bundesregierung gemeinsam mit anderen LĂ€ndern alles daran setzen, dass die laufenden Friedensverhandlungen zwischen Russland und der Ukraine vorankommen und das Schießen so schnell wie möglich beendet wird. Leider scheint diese vernĂŒnftige Position aber unter deutschen und europĂ€ischen Politikern nicht mehr weit verbreitet, denn viele reden nur noch davon, dass man diesen Krieg “militĂ€risch gewinnen” mĂŒsste. Das wĂŒrde vermutlich jahrelange (!) KĂ€mpfe bedeuten, worauf US-PrĂ€sident Biden ja bereits hingewiesen hat. Es wĂŒrde auch mehr Leid, mehr Zerstörung, mehr und lĂ€ngere Vertreibung der Ukrainer aus ihrer Heimat und noch viel mehr Milliarden Euro in gefĂ€hrliche AufrĂŒstung bedeuten. Das ist das Gegenteil von einer deeskalieren Friedenspolitik. Und es ist weder im Interesse der deutschen Bevölkerung noch kann es im Interesse der Bevölkerung der Ukraine sein, ihr Land ĂŒber viele Jahre zum Schlachtfeld zu machen.

Wir als LINKE werden uns weiter fĂŒr Deeskalation und eine schnellstmögliche Verhandlungslösung einsetzen – Waffenlieferungen lehnen wir ab. Wir sprechen uns auch gegen die geplante massive AufrĂŒstung Deutschlands aus, die demnĂ€chst sogar in der deutschen Verfassung verankert werden soll. Was fĂŒr ein Irrsinn! Dieses Geld wĂ€re anders sehr viel besser investiert als in Panzer, Bomben, Drohnen und Co – wir als LINKE haben hierzu VorschlĂ€ge gemacht. Siehe: https://100mrd.linksfraktion.de/

Mit freundlichen GrĂŒĂŸen,
Fraktion DIE LINKE.

Platz der Republik 1
11011 Berlin

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