Br<>exit, zerbricht nun die EU?

Man kann es drehen und wenden wie man will, es ist definitiv keine Erfolgsgeschichte für Europa bzw. für die EU.
Ohne die Briten ist die EU nur noch ein Schatten ihrer selbst.
Boris Johnson, belächelt oder gar nicht für voll genommen, hat es geschafft, er wird sein Land aus der EU führen. Es ist kaum davon auszugehen, dass Großbritannien daran zu Grunde geht. Johnson steht für sein Land ein, was man hier in Deutschland bitter vermisst. Nicht wenige Sachkundige sind sich sicher, dass die fatale Flüchtlingspolitik Merkels letztendlich den Ausschlag zum Brexit gegeben hat. Ob Nicola Sturgeon es schafft, mit Schottland in der EU zu verbleiben, wird ein mögliches neues Referendum zeigen.

Ein Gastbeitrag von Manfred Rouhs durchleuchtet die Situation detailliert und bringt es auf den Punkt.

Boris Johnson hat bei der Parlamentswahl in Großbritannien einen erdrutschartigen Sieg errungen. Er kann ab sofort durchregieren, die ständige Blockade seiner Regierungsarbeit durch das Unterhaus, die in den deutschen Massenmedien wieder und wieder genüsslich ausgebreitet wurde, ist beendet. Das bedeutet den Ausstieg Großbritanniens aus der EU im Januar – mit oder ohne Vertrag.   Die Achse London – Paris – Berlin, um die sich ein halbes Jahrhundert lang die Europäische Union drehte, ist zerbrochen. Damit fällt die Geschäftsgrundlage der EU weg. Wer jetzt mit „Europa“ verhandeln will, wendet sich nicht mehr nur an die EU-Institutionen in Straßburg und Brüssel. Deren internationale Bedeutung, aber auch der Rest ihrer Handlungsfähigkeit nach innen zerbröckelt.   Auslöser des Untergangs der EU war ausgerechnet die Politik der offenen Grenzen der Regierung Angela Merkel. Sie, die die EU stärken wollte, bewirkte das Gegenteil. Viele politisch und historisch bewusste Menschen in Großbritannien haben sich offenbar die Frage gestellt, warum sie eigentlich im 20. Jahrhundert zwei Weltkriege gegen Deutschland gewonnen haben, wenn ihnen jetzt Berlin vorschreibt, wie viele Asylbewerber sie Jahr für Jahr aufzunehmen haben. Die Wahlentscheidung für Johnson war nicht nur, aber auch eine britische Volksabstimmung gegen Merkels Politik des Multi-Kulturalismus und der schrankenlosen Aufnahme von Arabern und Afrikanern auf unserem Kontinent.   Denen, die jetzt noch die EU retten wollen, hilft wenig, dass mit der Trennung Londons von Brüssel und Straßburg auch das Vereinigte Königreich zur Disposition gestellt wird. Dessen Bestand verfällt in Irland und in Schottland. Das Gros der britischen Wirtschaftskraft und daraus resultierend auch der politischen und militärischen Bedeutung Großbritanniens machen aber England und Wales aus. Dort stand die Wiege des modernen Kapitalismus im 19. Jahrhundert. Von hier aus eroberten Dampfmaschine und Eisenbahn erst Europa und dann die ganze Welt. Das britische Wahlergebnis markiert das Ende einer Epoche.   Europa ist dynamischer als heute all jene annehmen, die seinen Geist einfangen wollen im Dickicht von Paragraphen und einer Bürokratie, die die europäische Idee zu ersticken schien. Aus den Trümmern der EU wird ein Europa freier Völker auferstehen wie Phönix aus der Asche: Von Irland bis zum Bug, vom Nordkap bis nach Kreta – die Wiege moderner Technik und Kultur.   Die Basis dieses neuen Europa wird die Vielfalt seiner Völker sein, die Pracht seiner Sprachen und ein historisches Erbe, das wir Deutschen seit dem Zerfall des Heiligen Reiches 1806 erfolglos in die Moderne zu retten versucht haben, unter furchtbaren Opfern. Der Weg ist jetzt klar und das Ziel steht vor uns wie ein Leuchtfeuer: Die EU muss sterben, damit Europa leben kann!  
Mit freundlichen Grüßen
Manfred Rouhs
Signal für Deutschland e.V

1 Kommentar

  1. Eine alte Lebensweisheit aus vielen wirtschaftlichen Projekten besagt: Je höher auf der Entscheiderebene die Nachricht einer roten Ampel kommt, um so grüner wird sie. Das heißt irgend jemand muss den Leitern von Projekten die Nachricht überbringen, dass das Projekt gescheitert ist. Sie können sich denken, dass der Überbringer dieser Nachricht nicht geliebt wird. Also ist es besser bestimmte Entscheidungen auf der Sachebene von den Betroffenen selber zu treffen lassen. Genau das sollte in der EU auf keinen Fall stattfinden. Der Bürger sollte eben nicht über Europa abstimmen dürfen, weil man Angst hatte, der Plan die Vereinigten Staaten von Europa zu schaffen könnte scheitern. Die Bürger hätten möglicherweise richtiger entscheiden. Jetzt haben wir den Salat: Europa wird vermutlich auch so scheitern, nur eben viel dramatischer. Europa wird in einem infernalischen Feuerball verglühen. Die europäischen Politiker wussten es besser und deren Scheitern ist abzusehen. Nie wieder darf die Rechnung ohne den Wirt gemacht werden. Politiker leben in einer Scheinwelt. Sie glauben daran, daß man über Realität politisch abstimmen kann. Das ist nicht der Fall. Deshalb wird die EU auch scheitern. http://www.eu-info.de/euro-waehrungsunion/5009/5284/5285/

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